Aksaray Pertevniyal Valide Sultan Camii, Aksaray, Türkei · Hüseyin Avni Yazýcý [215]

Herr D.
Herkunft

Aksaray

Aksaray ist die Hauptstadt der Provinz Aksaray in Zentralanatolien. Sie liegt in der Hochebene von Konya, nahe dem größten türkischen Salzsee (Tuz Gölü) und dem über 3000m hohen, schneebedeckten Berg Hasan Dağı. Das Klima ist geprägt von heißen, trockenen Sommern und langen, kalten Wintern. Die Landschaft ist karg und rau. Die Stadt liegt an der Hauptroute von Ankera nach Adena und hat ca. 161'000 (2008) Einwohner. Durch die praktische Lage an der Kreuzung zweier wichtigen Strassen, der Tarsus-Ankera und der Konya-Sivas, prosperierte die Stadt. Aksaray war seit jeher eine wichtige Haltestelle an der Seidenstrasse. Zahlreiche Karawansereien im Osten und Westen der Stadt zeugen noch heute davon. Die Region um Aksaray war schon in der prähistorischer Zeit von Menschen besiedelt. Dies bezeugen ärcheologische Funde aus dem Paläolithikum und Neolithikum. Während der Blütezeit der Seldschuken Dynastie sind in Aksaray sowohl die Kizil Minare Camii (Moschee mit rotem Minaret) als auch ihr Egri Minare (Lehnendes Minaret), aus rotem Ziegelstein, gebaut worden. Nach dem Niederlag der Seldschuken befand sich Aksaray im Nordwesten des Karamanogulları Beyligi, einem mächtigen Fürstentum (1256-1483), das im Südosten der heutigen Türkei lag. Um diese Zeit sind zwei weitere wichtige Gebäude der Stadt entstanden. In 1336 wurde die Zinciriye Medresesi errichtet. Darin ist heute das Aksaray Museum untergebracht. Etwa 70 Jahre danach wurde die Ulu Cami (Grosse Moschee) gebaut. Aksaray liegt im Südswesten von Kappadokien (Land der schönen Pferde). Kappadokien ist ein ehemaliges Vulkangebiet und wurde 1985 wegen seiner aus dem weichen Tuff herausgehauenen Höhlenkirchen und seinen unterirdischen Städten sowie seiner einzigartigen Felsformationen wegen, zum UNESCO Weltkulturerbe ernannt. In unmittelbarer Nähe von Aksaray liegt das Ihlara-Tal.
[214] Ihlara Valley, Aksaray, Turkey