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Herr K.
Kindheitsraum

Zoltán Kodály

Zoltán Kodály ist zusammen mit Béla Bartók eine der Hauptfiguren in der ungarischen Musik des zwanzigsten Jahrhunderts. Als Komponist, Musikethnologe, -pädagoge und -kritiker genießt Kodály unbestrittene Wertschätzung. Kodály wurde 1882 in Kecskemét in Ungarn geboren und lernte bereits als Kind Violine und Piano zu spielen und sang in einem Chor. 1897 schrieb er seine ersten Kompositionen. 1900 kam er nach Budapest und studierte moderne Sprachen, schrieb sich jedoch auch in der Musikakademie ein. 1905 begann er sich als einer der ersten, wissenschaftliche mit Volksmusik auseinanderzusetzen und gab 1906 zusammen mit seinem Freund Béla Bartók mehrere Sammlungen ungarischer Volkslieder heraus, die er in vielen Feldforschungen gesammelt hatte. Nach einem Studienaufenthalt in Paris wurde er 1907 zum Professor für Musiktheorie and die Liszt Akademie für Musik in Budapest berufen. Seine Kompositionen wurden mehr und mehr auch international bekannt und seine Komposition "Psalmus Hungaricus" brachte ihm 1923 seinen künstlerischen Durchbruch. (Weitere Werke u.a. 1926 Háry János,1933 Tänze aus Galánta, 1937 Variationen über das ungarische Volkslied Der Pfau, 1940 Konzert für Orchester, 1960 Sinfonie) Kodálys Ruhm als Musikpädagoge ist genauso groß wie seine Bedeutung als Komponist. Er entwickelte die sog. Kodály Methode. Kodály vertritt die Überzeugung, daß Musik (besonders der Gesang) einen positiven Einfluß auf die ganzheitliche Entwicklung des Kindes hat und dessen schöpferischen Kräfte entfalten hilft. Sein Ausspruch "Musik gehört allen" bedeutet, daß Musik im Sinne von Allgemeinbildung allen Menschen zugänglich gemacht werden soll.
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Erinnerungen an die Kindheit in Budapest

"Damals gab es klassische Konzerte für Kinder, da hat mich meine Mutter manchmal hingebracht. Dort wurden dann Konzert wie z.B. "Peter und der Wolf" von Prokofiew oder Konzerte von Zoltan Kodaly gegeben. Ich bin sehr gern hingegangen, es hat mir gefallen." (Herr K.)